Die schlimmsten, existenzbedrohlichen Fehler aus einem Jahr automatisiertem Live-Trading mit MQL4

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Final Destination

Es gibt eine Filmreihe, die trägt den Namen "Final Destination". Es geht in allen Filmen dieser Reihe immer um das gleiche Thema: Eine Gruppe von jungen Menschen springt dem Tod in einer lebensbedrohlichen Situation von der Schippe, bloss um danach festzustellen, das plötzlich überall lebensbedrohliche Situationen entstehen, weil der Sensenmann nicht bereit ist, seine Beute aufzugeben.

Ich glaube, Trading ist für 9 von 10 Personen ähnlich und ich habe es geschafft, dem finanziellen Sensenmann ein Jahr lang zu entgehen. Aber er hat es wahrlich oft versucht. Hier sind die schlimmsten Fehler und Fallen  aus einem Jahr Live-Trading mit automatisierten MQL4 Golden-Goose-Systemen.

Ein Mikrolot für 100 Euro?

Ich war eigentlich der Meinung, daß 100 Euro pro getradetem Mikrolot eine konserative Skalierung für mein Live-Konto ist. Aber weit gefehlt! Tatsächlich habe ich mein Tradingkapital pro Mikrolot mittlerweile nahezu verdoppelt. Mit einem Bruttoergebnis von +49.29 Prozent (Stand heute am 24.02.2015) trade ich derzeit nur noch 5 Währungspaare - denn mit 100 Euro pro Mikrolot hätte es mich und mein MQL4 Handelssystem am 15.01. durch die Schweizer Zentralbank fast erwischt!

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Swap-Kosten fressen mein erstes Konto auf!

Mein erstes Live-Konto bei Admiral-Markets musste ich im Juni umziehen - denn die Swapkosten für über mehrere Nächte gehaltene Positionen fressen mein Konto auf. Das ist der von mir meist unterschätzte Kostenfaktor überhaupt und auch wenn "nur" ein paar Cent pro Nacht anfallen, macht sich das über mehrere Monate massiv bemerkbar. Selbst wenn ich meine eigentlichen Tradingziele erreiche, mache ich Minus - nur wegen der Swap-Gebühren. Darum bin ich im Juli zu einem anderen Broker, den ich nicht mehr empfehle gewechselt und habe das einzige swapfreie Konto für Nicht-Moslems für mein Live-Konto ausgewählt. Für vier Mikrolot fallen dort - (Stand 24.02.2015) vierundvierzig Euro und achtundvierzig Cent an - ausschließlich für Swap-Kosten! Das ist damit der grösste Kostenfaktor überhaupt und zieht das komplette Konto runter! Die letzten 4 Positionen werden mich mehr kosten, als alle Trades davor - nur durch Swap-Gebühren...

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Mal eben schnell etwas ändern

Einer der grössten Rückschläge in 2014 entstand durch Übermüdung. Ich wollte "mal eben" spät abends eine "kleine" Änderung an Golden Goose vornehmen und habe statt der Methode CloseAllTradesThisPair() die Methode CloseAllTrades() aufgerufen. Das Ergebnis: Mein Handelssystem hat alle Positionen geschlossen, nach neuen Einstiegen gesucht, wieder alle Positionen geschlossen, neue Trades aufgemacht usw.

Seit diesem Tag nehme ich kritische Änderungen nur noch vormittags und in Ruhe vor. Sollte ich abends irgendwelche dringenden Veränderungswünsche haben, die mich den Schlaf kosten könnten, mache ich mein System zur Not über Nacht aus.

Sch...-Technik!

Es gab diverse Abstürze, DSL-Ausfälle und lustige "Windows hat jetzt beschlossen, wegen dämlicher Updates genau jetzt den Rechner herunterzufahren"-Zwischenfälle. Darum habe ich (nach vielen Impulsen den ganzen Kram aus dem Fenster zu schmeissen) mittlerweile den Wechsel zu Linux komplett vollzogen. Das führt leider dazu, daß ich pro Netbook nur noch ein System gleichzeitig traden kann, aber dafür läuft das dann stabil über WOCHEN!

Falls jemand ähnliche Probleme hat und seinen Microsoft-Rechner ständig mit Tiernamen beschimpft, weil sein Handelssystem sich schon wieder aufgehängt hat: Lubuntu, Wine und der Metatrader4 funktionieren sogar auf meinem ältesten Netbook, einem EEE701 mit 22 Währungspaaren und 700 MHZ Celeron-CPU:

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Fazit

Ich könnte jetzt noch stundenlang weiter schreiben, aber mir fallen die Augen zu. Gott sei Dank macht mein Handelssystem auch über Nacht weiter, ohne zu ermüden, emotionale Fehlentscheidungen zu treffen oder die Übersicht zu verlieren - und dafür hat sich der ganze Aufwand doch gelohnt, oder?