Top 10 – Persönliche Forex-Strategie finden und durchhalten

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Die eigene Forex-Strategie durchzuhalten fällt oft schwer

Ich stelle immer wieder fest, dass bestimmte Tage besser sind als andere. Gestern beispielsweise habe ich mein Kontoguthaben von 2,85 % auf 4,16% steigern können. Aber natürlich gibt es auch Tage, wo das nicht funktioniert. Manchmal passiert rein gar nichts und der Markt pendelt zwischen zwei wenig profitablen Marken hin und her. Gerade an solchen Tagen ist man versucht, mal kurz aufs Gas zu treden, den Hebel zu verändern oder ein paar emotionale Entscheidungen zu treffen, die das Handelssystem dann komplett durcheinanderbringen und zu inkonsistenten Ergebnissen führen.  Ich selbst habe das in der Vergangenheit oft genug gemacht und eine Liste zusammengestellt, die hilfreich ist, solche Fehltritte zu vermeiden.

1. Wie kann man feststellen ob ein System funktioniert?

Wenn ich diese Frage für mich beantworte, dann ist das ganz einfach: Ich will, dass konstante Profite in einem gleichmäßig berechenbaren Rahmen entstehen. Keine wilde Achterbahnfahrt. Das mag bei anderen Tradern anders aussehen und es gibt viele Beispiele von "Forex-Millionären" die über einen kurzen Zeitraum viel Geld gemacht und eventuell auch wieder versenkt haben.

2. Wann und was will ich handeln?

Mein Forex-System soll über lange Zeiträume rund um die Uhr auch mit unterschiedlichen Handelswährungen funktionieren. Das bedeutet, mein DIY Forex Handelsystem ist darauf ausgelegt, mehrere Märkte gleichzeitig zu handeln.

3. Wann höre ich auf zu handeln?

Welcher Trader hat schon eine konkrete Vorstellung davon, wann Schluss ist? Gesetzt den Fall ich hätte in Forexsystem, bei dem ich weiß dass es 1000 Euro Profit abwirft und danach nicht mehr funktioniert. Dann müßte ich aufhören, das System zu handeln sobald ich davon überzeugt bin, dass es keinen Sinn mehr macht. Auch manuelle Eingriffe in ein funktionierendes Handels-System nehmen dem System den Sinn. Denn logischerweise muss man bei einem Expert-Advisor, bei dem man einmal eingreifen musste, davon ausgehen dass jederzeit neue (teure) Fehler auftreten können.

4. Welchen Grad an Sicherheit benötige ich persönlich?

In einem Buch habe ich einmal einen passenden Vergleich gelesen: Wenn Du mit einem Schiff unterwegs bist, willst Du auch bei starkem Wellengang immer genug Wasser unter dem Kiel haben. Im Trading bedeutet das: Wenn ich aufgrund von Erfahrungen im Backtesting mit einem Draw Down von 300 Euro rechne, brauche ich mindestens 500 Euro Equity-Reserve um in der Realität die Strategie auch durchhalten zu können - ohne manipulierend einzugreifen.

5. Ist mein System skalierbar?

Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, muss ich mich den Bedingungen anpassen. Ich muß eventuell auf der Autobahn von 180 auf 20 km/h abbremsen, weil ich in einen Stau gerate. Oder ich muss eine Umleitung nehmen, um den Stau zu vermeiden. Genau so sehe ich auch die Notwendigkeit, ein funktionierendes System abzubremsen, zu beschleunigen oder auf andere Handelspaare ausweichen zu lassen.

6. Warum ist mein System erfolgreich?

Der eine Trader schwört auf Trends, der andere Trader auf Range-Trading. Mit beiden Strategien kann man Geld verdienen. Muss man sich entscheiden? Nein, mein DIY Forex Trading System kombiniert beide Ansätze. Es ist grundsätzlich ein Trendfolgesystem, welches allerdings nur innerhalb von häufig gehandelten Zonen handelt. Aber man muss Regeln definieren, was in welchem Fall und bei welchem Kursstand passieren soll. Erfolg ergibt sich für mich aus einer langfristigen Rentabilität. Was ist Dein Kriterium?

7. Auf welchen Grundlagen basiert mein System?

Jeder Trader muss Konzessionen an die Realität machen. Ich selbst bin voll berufstätig - das schliesst diskretionäres Trading während des Tages aus. Meine Finanzen sind begrenzt - also benötige ich eine Lösung, die auch mit kleinen Kapitalsummen funktioniert. Mein LTE fällt ständig aus - also brauche ich eine Möglichkeit auch mobil eingreifen zu können. Ich brauche ausserdem ein System mit hoher Fehlertoleranz, das auch dann profitabel handelt, wenn ich mehr als 50 Prozent der Zeit falsch liege. ( Ja, das geht. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich an dieser Stelle die Bücher von Van Tharp)

8. Kann ich mein System verbessern?

Im laufenden Betrieb kommt es immer wieder zu Situationen, die man vorher nicht vorrausgesehen hat. Beispielsweise treten in volatilen Marktsituationen immer wieder Requotes auf, das bedeutet dass man keine Trades öffnen oder schliessen kann, weil sich alle paar Millisekunden die Kurse ändern. Oder man stellt plötzlich fest, dass eine Vorannahme nicht mehr stimmt. So muss beispielsweise der Spread nicht konstant gleich bleiben, der Broker ändert die Handelszeiten oder ich will den Broker wechseln weil die Konditionen anderswo besser sind. Mit MQL4 oder MQL5 kann ich mein System jederzeit verbessern oder anpassen.

9. Wie gehe ich mit Krisen um?

Krisen und Problem gehören zum Leben. Tony Robbins sagt immer: "Die einzigen Leute ohne Probleme findest Du auf dem Friedhof". Mein System basiert auf der MQL-Skriptsprache von Metaquotes, die vor weniger als einem Monat komplett überarbeitet wurde. Das führte dazu dass plötzlich viele Programmteile nicht mehr so funktionierten wie noch am Vortag.

Ein anderes Mal habe ich einen Programmfehler eingebaut, der im Testing nicht ersichtlich war, da MQL4 keine MultiCurrency-EAs im Backtesting unterstützt. Das führte dazu dass eine Funktion fleissig Trades eröffnet hat, die ein anderer Programmteil sofort wieder schloss. Die Folge: Mehr als zwanzigtausend Euro Verlust an einem Tag - Gott sei Dank im Demokonto.

10. Wie fühlt sich das System im Alltag an?

Niemand hat Probleme damit wenn das Demokonto von 100000 Euro im Backtesting in zwei Minuten Zeitraffer auf 60 Prozent zusammenschmilzt und jeder freut sich wenn drei Minuten später das Konto auf 300000 Euro gewachsen ist. In der Realität aber würden die meisten Menschen keinen Verlust von 60000 Euro aushalten, selbst wenn sie es vorher tausend mal getestet haben. Zweifel, Sorgen und spontane Gefühlsaufwallungen können Trading zum Psychoterror machen. Wo also liegt bei Dir die emotionale Schmerzgrenze?

Fazit - Fehler gehören zum Prozess dazu

Ich glaube nicht, dass irgendjemand jemals ein Musikinstrument erlernt hat, ohne falsche Töne zu produzieren. Beim Trading ist das genau so. Wer keine Fehler macht, kann nicht aus ihnen lernen. Obwohl viele Experten davon sprechen, dass man diese Fehler besser nur auf einem Demokonto macht, ist das nicht das gleiche Erlebnis wie bei einem Echtgeldkonto. Darum war es für mich wichtig, meine Anforderungen an ein Handelssystem so zu formulieren, dass es auch mit kleinen Summen echten Geldes funktioniert und zu meinem Alltag passt. Wer so ein System gestalten kann hat beste Chancen sich (und sein Forexhandelssystem) nicht selbst ständig zu sabotieren und nachhaltige, langfristige Ergebnisse zu produzieren. Und darauf kommt es bei einem System doch an, oder?