Warum mein Handelssystem zum TÜV muss

SIND  SIE IMMER NOCH BROKER-FUTTER?
EINFACH AUTOMATISCH TRADEN! 
VORPROGRAMMIERTE MODULE & STRATEGIEN!
MESSBAR NACHVOLLZIEHBAR BESSERE ERGEBNISSE
HIER KLICKEN UND   MITMACHEN!

Vor ungefähr einer Woche habe ich Winterreifen aufziehen lassen. November ist in der Eifel der Monat, in dem es plötzlich anfangen könnte zu schneien und wenn es hier schneit, dann kann das auch richtig zur Sache gehen. Obwohl das Aufziehen von Reifen eigentlich eher eine Kleinigkeit ist, gab es gleich zwei weitere Informationen: Die Bremsen sind runter und halten keine 1000 Kilometer mehr und der TÜV ist im November auch fällig.

Ich bin eher der Typ Autofahrer, der einsteigt, fährt, aussteigt und zwischendurch tankt. Ich schraube nicht an meinem Auto und denke selten darüber nach, aber Bremsen und TÜV halte ich für wichtig. Gut dass das aufgefallen ist. Genauso wichtig ist es auch, nach einer Änderung des Handelssystems einen TÜV für das Golden Goose System durchzuführen. Ich habe das in der Vergangenheit fast immer so gemacht: Eine Änderung im System wird in der MQ4-Datei oben als Kommentar vermerkt und das System bekommt einen neuen Revisionsstand, indem der Name des Expert Advisors verändert wird. Das führt natürlich dazu, daß ich bei derzeit zweiundzwanzig gleichzeitig geöffneten Devisenpaaren auf fünf Systemen die Einstellungen ändere und mich nachher noch vergewissern muß, ob die Einstellungen auch korrekt sind. Das ist etwas zeitaufwändig, aber lohnt sich eigentlich immer. Und eigentlich will ich das immer machen.

Es geschah an einem Wochenende

Natürlich hat man immer irgendwelche Gründe, warum etwas gerade nicht zeitlich passt. Bei mir war das beim letzen Mal wohl so. Entweder war ich zu müde, oder es war zu spät, oder ich habe einfach nicht aufgepasst und direkt drei Fehler gemacht.

1. Fehler - Es sind ja nur kleine Änderungen

Nur ein oder zwei Zeilen verändert, warum soll man da sooo einen Aufwand betreiben? Also habe ich den Testlauf abgekürzt und nur für eine Konfiguration im Schnelldurchlauf getestet.

2. Fehler - Ich kann das ja auch eben in dem bestehenden System ändern

Um Zeit zu sparen habe ich die "Kleinigkeiten" eben im bestehenden System geändert und das war ein Live-System. Auf einem VPS-Server, auf dem ich nicht testen kann, weil das Setup nicht passt und die Performance in die Knie gehen würde. Aber ich hatte ja vorher kurz getestet, also was sollte schon schief gehen?

3. Fehler - ein Zahlendreher bei der Lotgröße!

Es kam, wie es kommen musste! Ich hatte bei der Lotgröße statt 0.01 Lot 0.10 Lot eingegeben! Das hat dazu geführt, daß ich plötzlich eine so massive Veränderung der Marginanforderungen hatte, daß selbst meine großzügig berechneten Reserven kaum noch ausgereicht haben. Statt der erlaubten 5 Positionen hatte ich auf einen Schlag die (rechnerisch) dreifache Anzahl...

Ende gut, alles gut?

Auch wenn dieser Fehler heute zu einem positiven Ergebnis von zwei Prozent Zuwachs geführt hat, bin ich unzufrieden. Der Grund ist einfach: Ich bin kein Zocker und hasse positive, unkontrollierte und unvorherbare Ergebnisse genauso wie negative Einbußen. Ich will ein stabiles, möglichst kontinuierlich wachsendes System und das bedeutet für mich daß ich dieses Wochenende wieder alle meine Systeme durch diverse Testläufe schicken und danach neu einstellen muß. Automatisches Trading ist halt nur dann automatisch, wenn man nichts am System verändert...